Eines der Hauptziele ist die Unterbindung von Daten- und Traffic-Analyse durch Webseiten und Provider. Das Bundle enthält dafür vier verschiedene Komponenten:
Für den Firefox-Browser empfiehlt sich die mitgelieferte Erweiterung Torbutton, für Opera das Plug-In OperaTor. Während Tor für Ihre Sicherheit verantwortlich ist, bietet Vidalia eine grafische Oberfläche zum Nutzen der angebotenen Technik. Privoxy ist ein gut zu konfigurierender Web-Proxy, welcher zahlreiche Sichheitsfeatures zum Thema Webseiten, Cookie-Management etc. für Sie bereithält.
Das Tor-Paket macht sich das so genannte Onion-TCP-Routing zu Nutze. Entwickelt wurde dieses Verfahren von der US-Navy und dann später von den Tor-Entwicklern, dem FreeHaven-Projekt aufgegriffen. Tor befindet sich allerdings noch in der Entwicklungsphase und kann hundertprozentige Anonymität garantieren. Mittlerweile wird Tor, neben einer starken Community (es gibt einige 100.000 Tor Nutzer) sogar von der Bürgerrechtsorganisation Electronic Frontier Foundation supported.
Das Prinzip Onion-Routing basiert auf vielen unterschiedlichen TCP Verbindungen. Der Client (ihr PC) verschlüsselt die zu sendenden Daten in verschiedenen Schichten und wählt anschließend einen Pfad durch ein Netzwerk von verfügbaren Servern, welche als Router dienen. Dann werden die Daten an den ersten Router entlang des Weges geschickt. Dieser entschlüsselt die erste Schicht und enthält somit die Adresse des nächsten Routers an die er das Datenpaket weiterleiten soll. Somit kennt jeder Onion Router nur den vorherigen und folgenden Server der Wegstrecke, aber nicht die ursprüngliche Quelle und das Ziel der Daten.
Nach der Installation von Tor fungiert das Programm Standardmäßig als Client im Tor-Netzwerk. Sollten Sie allerdings über die Möglichkeit verfügen etwas Bandbreite abgeben zu können und eine statische IP haben, können Sie auch als Server (Router) im Netzwerk fungieren. Dies ist für das Netzwerk essentiell zum Überleben, denn das Prinzip kann nur vernünftig funktionieren, wenn auch eine Vielzahl an Routern zur Verfügung stehen. Eine kurze Installationshilfe finden Sie unter dem angegebenen Link (Download)
Mittlerweile gibt es einige Onion-Routing Projekte. Aber alle haben Ihre Schwächen in Punkto Sicherheit, Geschwindigkeit und Legalität. Gerade Router, die selten Datenpakete erhalten, lassen Rückschlüsse auf den nächsten Router zu, wenn man Eingang und Ausgang von Daten überwacht. Das Projekt Tor hat es sich zur Zielsetzung gemacht diese Probleme zu egalisieren und zählt zur Kategorie der zweiten Generation von Onion-Routing-Netzwerken und verletzt keine Patentrechte. (ds)
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